Das Archetypenrad

Das Arche­ty­pen­rad basiert auf einem Modell des gros­sen Schwei­zer Psych­ia­ters und Begrün­ders der ana­ly­ti­schen Psy­cho­lo­gie, C.G. Jung. Wir haben uns erlaubt, die­ses Modell in Hin­blick auf ver­schie­de­ne Sto­ry-Arche­ty­pen zu schär­fen und zu ergän­zen. So ist ein Instru­ment ent­stan­den, das uns in unse­rer Bera­tungs­tä­tig­keit immer wie­der über­rascht, weil es in Work­shops regel­mäs­sig inten­si­ve Dis­kus­sio­nen anstos­sen kann.

“Wel­che arche­ty­pi­sche Rol­le soll­ten wir ein­neh­men, um unse­ren – im Pur­po­se-State­ment fest­ge­hal­te­nen – spe­zi­fi­schen Bei­trag bei unse­ren Kun­den, in der Gesell­schaft und in die­ser Welt opti­mal leis­ten zu können?” 

Dabei ist die Fra­ge­stel­lung, in deren Zusam­men­hang das Arche­ty­pen­rad zur Ver­wen­dung kommt, rela­tiv harm­los und die ner­ven­auf­rei­ben­de Arbeit am Pur­po­se-State­ment ist in der Regel auch bereits getan. Nun geht es um die Fra­ge, wel­cher Arche­typ nun die­sem Pur­po­se am ehes­ten ent­spricht. Ganz kon­kret wird jeweils gefragt: “Wel­che arche­ty­pi­sche Rol­le soll­ten wir ein­neh­men, um unse­ren – im Pur­po­se-State­ment fest­ge­hal­te­nen – spe­zi­fi­schen Bei­trag bei unse­ren Kun­den, in der Gesell­schaft und in die­ser Welt opti­mal leis­ten zu können?”

Wer nun eine ein­fa­che Ant­wort von Sei­ten der Work­shop-Teil­neh­men­den erwar­tet, wird erstaunt sein. Denn der Auf­trag, den sich das Unter­neh­men gibt, kann offen­sicht­lich mit unter­schied­li­chen Rol­len asso­zi­iert wer­den. Die Dis­kus­si­on dazu ist des­halb so inter­es­sant, weil dabei zwar von ver­schie­de­nen Sei­ten ver­schie­de­ne Rol­len-Ver­ständ­nis­se mit Vehe­menz ver­tre­ten wer­den, dabei aber auch ganz bestimm­te Rol­len klar und von der gan­zen Grup­pe abge­lehnt wer­den. Die­ses Erleb­nis der Einig­keit, was die abzu­leh­nen­den Rol­len betrifft, führt in der Regel dazu, dass auch die Dif­fe­ren­zen bezüg­lich der prä­fe­rier­ten Rol­len plötz­lich wohl­wol­len­der und offe­ner bespro­chen wer­den. Und tat­säch­lich ist es nicht die Mei­nung die­ses Modells, dass sich ein Unter­neh­men auf einen ein­zi­gen die­ser Arche­ty­pen beschrän­ken müss­te – es wäre auch merk­wür­dig, wenn wir in allen Unter­neh­men im Markt nur gera­de 12 Rol­len­ver­hal­ten ent­de­cken wür­den –, son­dern dass sich aus der Kom­bi­na­ti­on von in der Regel zwei bis höchs­tens drei Arche­ty­pen das ganz indi­vi­du­el­le Rol­len­ver­ständ­nis des bestimm­ten Unter­neh­mens ent­wi­ckeln lässt.

Was ist nun aber das Rol­len­ver­ständ­nis Ihres eige­nen Unter­neh­mens? Über die­se Fra­ge­stel­lung gelan­gen wir zu einem tie­fe­ren Ver­ständ­nis davon, wie sich Ihr Unter­neh­men ver­hält, wie es in Bezie­hung zu sei­nen Sta­ke­hol­dern tritt, wel­che Geschich­te es erzählt. Und wie sie die­se erzählt. Also eine gan­ze Men­ge an Klä­run­gen, die das unschein­ba­re Arche­ty­pen­rad ins Rol­len bringt.

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